Chronischer Durchfall

Man spricht von einem chronischen Durchfall, wenn die Symptome länger als drei Wochen anhalten, dabei können auch Phasen einer vorübergehenden Besserung dabei sein. Um der Ursache auf die Spur zu kommen, muss man tief in die diagnostische Trickkiste greifen, gilt es nämlich einmal abzuklären, ob es sich um gastrointestinale (Magen-Darm) oder um extraintestinale (außerhalb des Darmes) Störungen handelt. Zur ersten Gruppe gehören zum Beispiel: Wurmbefall, Bakterien, Viren, Futterunverträglichkeiten, Tumore, chronische Darmentzündungen (IBD), durch Antibiotika verursachte Durchfälle (ARD) oder einfach nur Fütterungsfehler. Zur zweiten Gruppe zählt man Pankreasfunktionsstörungen ( Entzündungen, Schwäche, Tumore) , Leberfunktionsstörungen (Entzündungen, Fettlebern, Stauungen), Nierenfunktionsstörungen und Schilddrüsenerkrankungen. An erster Stelle der Diagnostik stehen Kotunterschungen auf Würmer und bakterioligische Kottupfer, weiterführend wären Blutbilder, Röntgen und Ultraschall zu nennen. Weiters können die Bestimmung der Gesamtfettsäuren und der Pankreasenzyme aus Kotproben Diagnoseansätze liefern. Die letzte Möglichkeit stellt die operative Gewebeprobenentnahme betroffener Organe dar (Biopsie). Je nach gefundener Ursache gilt es gezielt zu therapieren, das kann zum Beispiel eine Entwurmung, Futterumstellung, Leber- oder Nierenunterstützung oder eine Schilddrüsentherapie sein. Ist die Grundkrankheit heilbar, so ist in vielen Fällen Geduld notwendig, bis sich der Darm wieder erholt.

Leishmaniose – eine Krankheit bei Hunden

Gerade in der Zeit nach Urlauben, in denen Hunde in Mittelmeerländer mitgenommen wurden, häufen sich nach der Rückkehr Fälle von Leishmaniose. Die Erreger werden von Sandmücken beim Stich übertragen und benötigen einige Zeit, um sich im Körper zu vermehren. Daher können manchmal Monate oder sogar Jahre vergehen, bis erste
Krankheitssymptome auftreten. Mattigkeit, Fieber, Lymphknotenschwellung, ebenso Durchfall und Erbrechen werden beobachtet. In fortgeschrittenen Stadien treten Hautveränderungen, unangenehm-fauliger Hautgeruch, sowie Entzündungen von Leber, Milz, Knochenmark und Nieren auf. Bleibt die Krankheit unbehandelt, sterben die Tiere meist an
Nierenversagen. Ganz wichtig: In Verdachtsfällen müssen wiederholte Antikörpertests aus Blutseren, insbesondere bei Hunden, die aus dem Süden importiert wurden, gemacht werden. Der Trend, Straßenhunde aus Mittelmeerländern aus Tierschutzgründen mit nach Hause zu nehmen, ist einer der Hauptgründe für die rasche Verbreitung der Krankheit in Mittel- und Nordeuropa. Die Verbreitung der Krankheit bei Straßenhunden in einigen Mittelmeeranrainerstaaten beträgt bereits bis zu 80 Prozent. Zusätzlich weitet sich das Brutgebiet der Sandmücke immer weiter nach Norden aus. Seit einiger
Zeit gibt es das wirksame Medikament „Milteferon“ am Markt, welches die Leishmanien nicht in der Vermehrung hemmt, sondern in Leber, Milz und Knochenmark abtötet. Die Nebenwirkungen bleiben gering. Unabhängig davon, ob
die Krankheit bereits ausgebrochen ist oder nicht, muss bei positivem Antikörpertest frühzeitig mit der Behandlung begonnen werden, dann sind die Heilungschancen gut. Die Leishmaniose zählt zu den Krankheiten, an der nicht
nur Tiere, sondern auch der Mensch erkranken kann. Seit einigen Jahren ist es möglich, gesunde Hunde gegen Leishmaniose impfen zu lassen, die Tiere müssen mindestens 6 Monate alt sein, für die Grundimmunisierung sind zwei Impfungen im Abstand von 3 Wochen nötig, dann jährlich eine Auffrischungsimpfung.

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