Augenprobleme

Das Auge unserer Hunde und Katzen ist ein hochentwickeltes und wundervoll ausgestattetes Organ. Seine äußeren Schichten bilden die Binde- und Hornhaut.

Zwar sind Verletzungen oder Entzündungen der Bindehaut (innerer Lidrand und weißer Augenteil) unangenehm und die Schwellungen schmerzhaft, sie lassen sich aber relativ gut und schnell behandeln. Bei der Hornhaut, dem Bereich über der Pupille, sieht das anders aus. Dieser lichtdurchlässige Teil des äußeren Auges ist wesentlich empfindlicher und besteht aus nur drei dünnen Gewebsschichten. Schon kleinste Kratzer oder Fremdkörper führen zu heftigen Schmerzen, Tränenfluss und Augenzwinkern. Bei länger dauernden Veränderungen kann es zu chronischen Entzündungen, Geschwüren, ja sogar zum Verlust des Auges führen. Daher sollten Irritationen möglichst rasch abgeklärt und behandelt werden. Bei der genauen Untersuchung, die vergleichend an beiden Augen durchgeführt wird, können Augenlampe, Tränenflüssigkeitsmessung, oberflächliche Anfärbung oder Druckmessung wertvolle Hinweise liefern. Eine Sonderform der chronischen Entzündung stellt das „Trockene Auge“ dar, bei der zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet wird, man spricht von einer „Keratokonjunktivitis sicca“. Sie führt zu wiederkehrenden Entzündungsschüben, Rötungen, Schwellungen und Schmerzen, besonders häufig kommt das beim Mops, bei französischen Bulldoggen, bei bestimmten Perserkatzen oder Rag Dolls vor. Neu entwickelte Augentropfen, die Hyaluronsäure und B-Vitamine enthalten, bilden auf der geschädigten Hornhaut einen langanhaltenden Feuchtigkeitsfilm, die früher komplikationsreiche Heilung wurde dadurch wesentlich verbessert.

Zecken, Flöhe & Co.

Frühjahrszeit bedeutet nicht nur vermehrt hinaus ins Freie, sondern leider auch Zunahme von Hauterkrankungen beim Hund. Zecken und Flöhe, die ihre Winterruhe hinter sich haben, suchen sich gerade jetzt neue „Opfer“. Flöhe sind 1-5mm lange, braune und sehr flinke Parasiten, die beißen, um Blut zu saugen. Oft findet man beim Bürsten des Hundes nur den Flohkot als schwarze Punkte, mit etwas Wasser vermengt verfärben sie sich rötlich (Reste des Blutes). Speichel und Kot der Flöhe führen als Allergene häufig zu juckenden Hautentzündungen.
Zecken leben vorwiegend in hohem Gras und niedrigem Gebüsch und werden beim Vorbeigehen abgestreift. Bevor sie sich festbeißen, kriechen bis zu vier Stunden auf der Suche nach einer geeigneten Bissstelle auf dem Fell herum. Fellpflege nach dem Spaziergang !
Problematisch ist die durch Zecken übertragene Krankheit Borreliose, die entweder als akute Hautentzündung oder oft erst Wochen später als chronische Herz- und Gelenksentzündung zu Tage tritt.
Als Therapie und Vorbeugung eignen sich in beiden Fällen moderne „Spot-on“ - Präparate zum Auftragen auf die Haut, die alle vier Wochen erneuert werden müssen. Einige dieser Präparate besitzen auch eine abwehrende Komponente (Repellantien). Seit einiger Zeit sind Tabletten am Markt, die die Hunde bis zu 3 Monate verlässlich vor Floh- und Zeckenbefall schützen. Für Katzen gibt es Spot-Ons mit 1- und 3-monatiger Wirksamkeit. Gegen Borreliose gibt es bei Tieren eine wirksame Schutzimpfung.
Außerdem gilt die 24-Stunden-Regel: Alle Erreger die von der Zecke auf den Hund übertragen werden können, brauchen einen Tag, um vom Darm der Zecke ins Blut des Hundes zu gelangen. Es gehören neben der Borreliose auch die Babesiose (Fieber, Blutarmut, dunkler Harn), die Anaplasmose (Fieber, Müdigkeit, Fressunlust) und die Ehrlichiose (Fieber, schnell chronisch werdende Futterverweigerung, Gewichtsverlust) dazu.
Das dritte Hautproblem im Frühjahr stellen Allergien dar: Pollen von blühenden Bäumen und Gräsern können mannigfaltige, juckende Hautveränderungen am Bauch, zwischen den Zehen, im Ohr oder am Auge verursachen. Abklärung der Ursache ist wichtig !
Trotz allem freuen wir uns auf das wärmende Frühjahr – mit ein bisschen Vorsicht steht den Frühjahrsausflügen nichts im Wege.

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