Blasenentzündung bei Katzen

Viele Katzenbesitzer können ein Lied davon singen: Wieder hat ihre Katze vermehrten Harndrang, Urinabsatz außerhalb der Katzentoilette oder sogar Blut im Harn. Es liegt der Verdacht einer Blasenentzündung (Zystitis) vor, ein Tierarztbesuch wird damit unaufschiebbar. Tritt die Erkrankung wiederholt auf, ist das Tier nicht älter als acht bis zehn Jahre und sind schwerwiegendere Ursachen wie bakterielle Harnwegsinfekte, Blasensteine, Polypen oder Tumore mittels Untersuchung auszuschließen, dann handelt es sich meist um eine sogenannte „idiopathische Zystitis“. Darunter versteht man eine Schädigung der im Inneren der Harnblase gelegenen, obersten Schleimhautschicht, die aus vielen Glykosaminoglykanen (GAG) besteht: elastische, fasrige, wasserbindende Kohlenhydratverbindungen. Diese nun löchrig gewordene Schicht führt zu Veränderungen des darunter gelegenen Blasenepithels, sobald dieses mit aggressiven Harninhalten, wie Säuren, Kristallen oder Eiweißabbauprodukten in Berührung kommt. Die Folgen sind Reizung und Entzündung. Bei der Behandlung versucht man einerseits durch stark entzündungshemmende und krampflösende Medikamente das Wohlbefinden der Katze zu verbessern, andererseits mit Antibiotika einen bakteriellen Harnwegsinfekt zu verhindern. Langfristig bietet sich an, über das Futter „GAGs“ wie Chondroitinsulfate und Glucosamine zuzuführen, um die geschädigte Schutzschicht der Blase zu regenerieren und zu stabilisieren. So lassen sich Rezidive (Wiederholungserkrankungen) vermeiden. Die Futterzusatzstoffe müssen aber regelmäßig und über einen längeren Zeitraum verabreicht werden.

Chemotherapie bei Hund und Katze

Auch bei Tieren ist Chemotherapie eine mögliche, begleitende oder alleinige Therapieform bei tumorösen Erkrankungen. Chemotherapeutika bewirken durch Hemmung der Eiweißsynthese und weiterer wichtiger Zellfunktionen das Absterben der Krebszellen. Leider treffen sie aber auch andere teilungsaktive gesunde Zellen des Körpers wie Schleimhautzellen, Knochenmarks- und Blutzellen oder Haut- und Haarzellen. Dementsprechend treten Nebenwirkungen wie Durchfall, Erbrechen, Inappetenz, vor allem aber Veränderungen im Blutbild auf (Myelosuppression), die damit verbundene Verminderung der Abwehrzellen bewirkt eine hohes Infektionsrisiko. Die intravenöse Anwendung der Chemotherapeutika muss unter strengen Sicherheitsauflagen in authorisierten Kliniken erfolgen, wo die Behandlung nach Therapieprotokollen durchgeführt wird. Das Medikament wird ambulant, meist in wöchentlichen Intervallen und über frisch gesetzte Venenverweilkanülen verabreicht. Eine klinische Voruntersuchung sowie eine Überwachung des Blutbildes (Granulozyten, Thrombozyten) geben Aufschluss darüber, ob der Patient für eine weitere Therapie geeignet ist. Zuhause kann die Behandlung mittels Tabletten fortgesetzt werden, der Tierbesitzer muss dabei Schutzhandschuhe tragen. Um die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, werden bei Haustieren geringere Konzentrationen an Medikamenten verwendet, so ist oberstes Therapieziel nicht wie in der Humanmedizin eine mögliche Heilung vom Krebs, sondern eine Kontrolle des Tumorwachstums und eine Verlängerung der Überlebenszeiten.

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