Euthanasie als letzte Hilfe

Da unsere Heimtiere schneller altern als wir Besitzer, müssen wir uns auch mit ihrem Sterben auseinandersetzen. Jeder, der einmal ein Haustier liebgewonnen hat, weiß, wie schwierig und schmerzvoll dies ist, egal ob es sich dabei um ein Meerschweinchen, eine Katze, einen Hasen usw. oder um einen großen Hund handelt. Von akuten unheilbaren Krankheitsgeschehen oder Unfällen abgesehen, bei denen jede Therapie erfolglos wäre, ist die Entscheidung zur Euthanasie (=Einschläfern) bei alten, chronisch kranken und schwachen Tieren viel schwieriger. Ein wenig hilft uns hier das Tierschutzgesetz weiter: „Kann ein Tier nur unter nicht behebbaren Schmerzen und Leiden weiterleben, so muss es unverzüglich schmerzlos getötet werden.“ Aber auch: „ ...Es ist verboten, ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten.“ Das Nichteinhalten dieser Vorschriften ist strafbar.
Eine große Entscheidungshilfe für den Tierbesitzer ist ein gutes Vertrauensverhältnis zum behandelnden Tierarzt, der sachlich und für den Laien verständlich die Krankheit und die Prognose darstellen kann und auch die Position als Tieranwalt einnehmen muss. Ein gemeinsam getroffener Entschluss bei aussichtslosen Fällen für eine Euthanasie des Tieres kann sehr oft hilfreich sein bei der späteren Trauerarbeit. Kinder kommen hier meist zum ersten Mal mit dem Sterben in Berührung und es heißt, sensibel damit umzugehen. Es ist wichtig, ihnen verständlich zu machen, dass Euthanasie letztlich eine Form der Hilfe und der Liebe zum Tier darstellt.

Wir Tierärzte sind bemüht, dem leidenden Tier im wahrsten Sinne der griechischen Worte – „eu“ bedeutet „gut“, „thanatos“ ist der „Tod“ – ein „leichteres, gutes Sterben“ zu ermöglichen.

Der Zahnfresser der Katze

Man nennt sie Neck Lesions, Feline Zahnresorption oder FORL (Feline Odontoclastic Resorptive Lesions) . Bis heute sind die Ursachen der Krankheit trotz intensiver Forschung nicht bekannt: Bei 60–80% aller Katzen, die älter als drei Jahre sind (vorwiegend Main Coon, Norwegische Waldkatze, Siamese, Perser und deren Kreuzungen) kann es zuerst zu Erosionen des Zahnschmelzes, später zum Verlust des Zahnzementes und Zahnbeins kommen. Es entstehen richtige Aushöhlungen des Zahnes mit Pulpaeröffnung, die zum Zahnbruch führen. Bevorzugte Anfangsstellen sind die Prämolaren (Backenzähne) des Unterkiefers. Als krankheitsfördernd vermutet man neben der Rassedispositionen die Überversorgung mit Calcium und Vitamin D3 über das Fertigfutter, bakterielle Veränderungen der Speichelzusammensetzung und Zahnstein mit Zahnfleischentzündungen. Leider sind weder Medikamente noch Zahnfüllungen wirksame Methoden, um die Krankheit zu stoppen, einzig die Zahnextraktion mit Wurzelentfernung hat sich als wirksame Therapie erwiesen. Bleibt die schmerzhafte Krankheit unbehandelt, zeigt die Katze vermehrten Mundgeruch mit Speichelfluss, Kopfschütteln, ja manche Tiere führen sogar die Krallen ins Maul. Später folgen Appetitverlust, Abmagerung und Dehydration. Bei regelmäßiger Zahnkontrolle, wenn nötig mit Ultraschall-Zahnsteinentfernung, kann die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt werden, womit ein Fortschreiten auf andere Zähne vermieden werden kann.

Adresse

Dipl.-TA Dr. Christian Rosenmayr

Gerungser Straße 18

3910 Zwettl-Niederösterreich

Tel.: +43 2822 52314

E-Mail: ch.rosenmayr@wvnet.at

Öffnungszeiten

Montag 13:00 - 14:30

Dienstag 13:00 - 14:30 17:00 - 19:00

Mittwoch 13:00 - 14:30

Freitag 13:00 - 14:30 17:00 - 19:00

an Dienstwochenenden nach Vereinbarung

Informationen zu Cookies und Datenschutz

Diese Website verwendet Cookies. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die mit Hilfe des Browsers auf Ihrem Endgerät abgelegt werden. Sie richten keinen Schaden an.

Cookies, die unbedingt für das Funktionieren der Website erforderlich sind, setzen wir gemäß Art 6 Abs. 1 lit b) DSGVO (Rechtsgrundlage) ein. Alle anderen Cookies werden nur verwendet, sofern Sie gemäß Art 6 Abs. 1 lit a) DSGVO (Rechtsgrundlage) einwilligen.


Sie haben das Recht, Ihre Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Sie sind nicht verpflichtet, eine Einwilligung zu erteilen und Sie können die Dienste der Website auch nutzen, wenn Sie Ihre Einwilligung nicht erteilen oder widerrufen. Es kann jedoch sein, dass die Funktionsfähigkeit der Website eingeschränkt ist, wenn Sie Ihre Einwilligung widerrufen oder einschränken.


Das Informationsangebot dieser Website richtet sich nicht an Kinder und Personen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.


Um Ihre Einwilligung zu widerrufen oder auf gewisse Cookies einzuschränken, haben Sie insbesondere folgende Möglichkeiten:

Notwendige Cookies:

Die Website kann die folgenden, für die Website essentiellen, Cookies zum Einsatz bringen:


Optionale Cookies zu Marketing- und Analysezwecken:


Cookies, die zu Marketing- und Analysezwecken gesetzt werden, werden zumeist länger als die jeweilige Session gespeichert; die konkrete Speicherdauer ist dem jeweiligen Informationsangebot des Anbieters zu entnehmen.

Weitere Informationen zur Verwendung von personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Website finden Sie in unserer Datenschutzerklärung gemäß Art 13 DSGVO.